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Von der Schulungspflicht betroffen sind:


1. Gefahrgutfahrer:

Fahrzeugführer kennzeichnungspflichtiger Beförderungseinheiten mit Gefahrgut benötigen eine ADR-Bescheinigung (seit 2013 ADR-Card genannt). Diese wird nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme von der IHK ausgestellt. (Werden kleine Mengen transportiert, bei denen die Kennzeichnung der Fahrzeuge mit orangefarbenen Warntafeln nicht vorgeschrieben ist, ist für den Fahrer eine Schulung gemäß Kapitel 1.3 des ADR vorgeschrieben. Die entsprechende Schulungsbescheinigung muss im Unternehmen vorliegen und bei Kontrollen vorgelegt werden.)

Die Ausbildung zum Erwerb der ADR-Card umfasst je nach Erfordernis:


2. Gefahrgutbeauftragte:

Alle Unternehmen, die an kennzeichnungspflichtigen Beförderungen beteiligt sind, haben mindestens einen Gefahrgutbeauftragten schriftlich zu bestellen. Abweichungen dazu enthält § 2 GbV. Die Ausbildung erfolgt je nach Erfordernis für Straßen-, Eisenbahn-, Binnenschiffs-und Hochseeschiffstransporte. Für Luftbeförderungen gelten andere Regelungen. Nach dem Besuch des Lehrgangs ist bei der IHK eine Prüfung abzulegen. Die bei bestandener Prüfung von der IHK ausgestellte Bescheinigung berechtigt zur Ausübung der Funktion des Gefahrgutbeauftragten für die Zeitdauer von 5 Jahren. Vor Ablauf der Gültigkeit ist eine erneute Prüfung bei der IHK abzulegen. Bestellurkunde und Schulungsnachweise sind bei Behördenkontrollen vorzulegen.

3. Beauftragte und sonstige verantwortliche Personen:
Alle Beschäftigten eines Unternehmens, die mit Aufgaben zu Gefahrgut betraut sind, müssen wiederholend zu ihren diesbezüglichen Pflichten geschult werden. Zu schulen sind dabei sowohl die beauftragten Personen (Weisungsberechtigte) als auch die sonstigen verantwortlichen Personen (auf Weisung Tätige). Das betrifft Leiter von Betriebsteilen und Niederlassungen, ausdrücklich mit Leitungsaufgaben betraute Mitarbeiter sowie Disponenten, Verpacker, Belader, Befüller, Lagerpersonal, Fahrzeugführer, die keine ADR-Bescheinigung benötigen (Transport geringer Mengen), Mitarbeiter, die Beförderungspapiere schreiben sowie Mitarbeiter, die Gefahrgut übergeben usw. Über die Schulungen sind Bescheinigungen auszustellen, die mindestens 5 Jahre kontrollfähig aufbewahrt und bei Behördenkontrollen vorgelegt werden müssen.

Achtung:
Die Schulungspflicht für beauftragte und sonstige verantwortliche Personen besteht grundsätzlich und unabhängig von der Pflicht, einen Gefahrgutbeauftragten zu bestellen.